A
Hören & Rhythmus
Puls aufnehmen, gehen, zählen, mitsingen und klatschen. Formen hören, Rhythmen innerlich vorstellen und später auch transkribieren.
Unterricht in Wien
Schlagzeug, Percussion und Rhythmusunterricht für Anfänger, Wiedereinsteiger, Kinder, Jugendliche und Fortgeschrittene.
Probestunde buchen01 / Ein Fuß in der Tür
Der Unterricht beginnt nicht immer am Schlagzeug. Manchmal beginnt er mit einem Schritt.
Rechts – links. Eins – zwei. Gehen ist etwas, das fast jeder bereits kann. Darüber lässt sich ein Puls körperlich erfahren, ohne ihn zuerst lange zu erklären.
Wir gehen, hören, sprechen, zählen, singen, klatschen – und spielen schließlich. Gerade bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen, ist das oft ein einfacher Weg, einen Fuß in die Tür zu bekommen. Und sich im wörtlichen Sinn auf den Weg zu machen.
Aus diesem Gedanken ist auch WalkCycle entstanden.
02 / Die Grundlage
Das Hören ist die Mutter der Musik.
Wenn ich ein Lied oder einen Rhythmus spielen möchte, brauche ich eine innere Vorstellung davon. Ein Stück wird mit der Zeit zu einer Art innerem Fahrplan: Ich weiß, wo ich bin, was kommt und wie es sich anfühlt.
Beim gemeinsamen Musizieren höre ich nicht nur meinen eigenen Part. Mindestens genauso wichtig ist, was die anderen spielen. Aktives Zuhören und inneres Hören gehören zusammen.
Notation hilft beim Festhalten, Lesen und Verstehen. Sie ist ein Werkzeug – nicht der Ausgangspunkt von Musik. Nur Noten anzusehen und in Bewegungen umzusetzen, reicht mir nicht.
03 / Orientierung
Über viele Jahre habe ich mit einem umfangreichen Lehrplan für Jazz- und Pop-Drumset gearbeitet, auch in der professionellen Ausbildung an Konservatorien.
Er hilft, kurzfristige und langfristige Ziele zu sehen und Fortschritt einzuordnen. Aber nicht jeder Mensch braucht denselben Weg.
Der Lehrplan ist eine Landkarte – kein Stundenplan, der blind abgearbeitet wird.
Wir legen Ziele gemeinsam fest. Das Tempo richtet sich nach Vorerfahrung, Interessen, Zeit, Alter, körperlichen Voraussetzungen und dem, was musikalisch tatsächlich erreicht werden soll.
04 / In der Stunde
Nicht alles auf einmal. Wir nehmen das, was für den nächsten Schritt gebraucht wird.
A
Puls aufnehmen, gehen, zählen, mitsingen und klatschen. Formen hören, Rhythmen innerlich vorstellen und später auch transkribieren.
B
Sitzposition, Haltung, Hand- und Fußtechnik, Rebound, Dynamik und Koordination. Bewegungsabläufe bekommen Zeit, bis sie wirklich sitzen.
C
Rock, Pop, Funk, Jazz, Hip-Hop, Reggae, Blues, R&B, Disco, Drum & Bass, Bossa, Samba oder Afro-Cuban – je nach Interesse und Ziel.
D
Songs, Playalongs und Loops. Fills, Improvisation, Solospiel, Zusammenspiel und musikalische Form nicht getrennt voneinander denken.
E
Djembe, Shaker, Cajon, Congas, Bongos, Bells oder Agogo. Verschiedene Klangfarben und Stimmen übernehmen unterschiedliche Aufgaben.
F
Sich selbst aufnehmen, gemeinsam anhören und direktes Feedback bekommen. Dazu Loops, Apps, Software, Tempo- und Transkriptionshilfen – wenn sie nützlich sind.
05 / Vom Üben zum Spielen
Übungen verbinde ich möglichst früh mit einem Song, Loop oder Playalong. Oft sind zwei oder drei Stücke gleichzeitig in Arbeit. Nach dem Erarbeiten kann ein Recording den Prozess abschließen: Man hört sich selbst – sehr direkt.
So wie ich übe, so werde ich auch spielen.
Technik ist Werkzeug. Sie soll Musik ermöglichen.
06 / Unterschiedliche Anfänge
Anfänger & Wiedereinsteiger
Keine Vorkenntnisse notwendig. Wir beginnen nicht mit Theoriebergen, sondern mit Hören, Bewegung und einem einfachen Groove. Die Aufgaben bleiben klein und überschaubar. Fehler gehören dazu.
Der Kopf kann etwas schon verstanden haben, während das Bewegungsgehirn noch lange nicht so weit ist. Dann wird nicht einfach schneller gemacht. Wir wiederholen und geben der Bewegung Zeit.
Kinder & Jugendliche
Bei Kindern verbinde ich Hören und Bewegung oft zuerst über das Gehen. Kurze verständliche Schritte schaffen Erfolgserlebnisse; Aufmerksamkeit und Konzentration dürfen wachsen. Es geht ums Musikmachen, nicht ums permanente Korrigieren.
Ich bin selbst Vater und kenne Unterricht auch aus der Perspektive eines Elternteils: Man gibt sein Kind für eine Zeit in die Hände eines anderen Menschen.

07 / Mehr Tiefe
Der Unterricht kann fachlich weit in die Tiefe gehen: differenzierte Handtechnik, Koordination, Dynamik, Timing, Stilistik, Jazz und Pop, Groove, Improvisation, Transkription, Unabhängigkeit, Solospiel, Sound, Recording und Interpretation.
Es kann um eine Aufnahmeprüfung, ein Studium, professionelles Spiel oder um die Entwicklung einer eigenen musikalischen Sprache gehen.
Letztendlich sind wir alle Tänzer.
Je nach Instrument tanzen Hände, Füße, Finger oder Stimme. Üben heißt auch, Bewegungen zu lernen und zu „programmieren“, damit das erklingen kann, was man innerlich hört.
Dahinter stehen jahrzehntelange Musikerfahrung und viele Jahre Lehrtätigkeit an Konservatorien und an einer öffentlichen Musikschule.
08 / Unterrichtswege
Es sind keine konkurrierenden Angebote. Es sind unterschiedliche Arten, sinnvoll zu lernen.
Für Menschen, die einen stabilen Rahmen und kontinuierliche Begleitung möchten. Wir arbeiten Schritt für Schritt und behalten den längeren Weg im Blick.
Wir legen Ziel und Weg fest. Du arbeitest mit Aufgaben, Übungen, Beispielen, Videos oder anderem Lernmaterial zu Hause. Feedback gibt es etwa alle zwei Wochen oder nach Bedarf – vor Ort und, wo es sinnvoll ist, online.
09 / Gemeinsam
Gemeinsames Musizieren heißt nicht, dass alle permanent denselben Rhythmus spielen. Interessanter wird es, wenn Bass, Djembe, Shaker, Bells und andere Percussionstimmen verschiedene Aufgaben übernehmen und sich zu einem Ganzen ergänzen.
Hören ist dabei genauso wichtig wie Spielen.
Zu Trommelgruppen anfragen →Der erste Schritt
Und was du eigentlich machen möchtest.