Michi spielt Schlagzeug im Bühnenlicht

Über mich

Musiker.Lehrer.Rhythmusmensch.

Musik begleitet mich seit mehr als vier Jahrzehnten.

01 / Herkunft

Musik kam zuerst.

Ich spiele Schlagzeug, seit ich jung bin.

Was als Begeisterung für Bands, Groove und gemeinsames Spielen begann, wurde irgendwann Beruf, Studium und ein ziemlich langer Weg durch unterschiedliche musikalische Welten.

Ich habe Jazz-Schlagzeug studiert, viele Jahre als Musiker gearbeitet, auf Bühnen gespielt, aufgenommen, improvisiert und mit sehr unterschiedlichen Menschen Musik gemacht.

Später kam das Unterrichten immer stärker dazu. Über viele Jahre an Konservatorien, an der Musikschule und in Projekten mit Jugendlichen.

Was geblieben ist, ist etwas ziemlich Einfaches: Musik entsteht für mich zuerst durch Hören, Reagieren und Zusammenspielen.

Technik und Notation können helfen. Aber sie sollen Musik ermöglichen – nicht ersetzen.

Konzentrierter Moment am Schlagzeug während eines Konzerts
Spielen heißt zuhören.
Bewegte Spiegelungen durch ein Straßenbahnfenster

02 / Bewegung

Unterwegs.

Viele Erfahrungen, die mich geprägt haben, entstanden nicht im Unterrichtsraum.

Auf Reisen, bei Konzerten, Aufnahmen, in Proberäumen und bei Begegnungen mit Musikerinnen und Musikern.

Gerade in Situationen, in denen nicht alles vorher feststeht, zeigt sich für mich etwas Wesentliches an Musik:

zuhören,wahrnehmen,antworten.

03 / Resonanz

Musik beginnt mit Hören.

Mit einem Puls, den wir wahrnehmen.

Vielleicht mit dem eigenen Herzschlag.
Mit dem Gehen.
Mit einem Metronom.
Mit einem Lied.

Wir beginnen mitzuschwingen, mitzusingen, uns zu bewegen.

Abstrakte Spiegelung mit Kamera und Bewegung

Und irgendwann kommt etwas Eigenes dazu:

eine Vorstellung,eine Bewegung,ein Klang,ein innerer Gesang.

Wenn dieser innere Impuls durch Stimme, Hände oder Beine nach außen kommt und auf einem Instrument Klang bekommt, entsteht Ausdruck.

Man spielt nicht nur etwas.
Man gibt etwas von sich hinein.

Improvisation bedeutet für mich deshalb nicht einfach, „irgendetwas zu spielen“.

Sie ist eher ein Komponieren im Moment: hören, reagieren, gestalten, sich selbst zuhören und gleichzeitig mit anderen in Resonanz treten.

04 / Weitergeben

Unterrichten.

Mit der Zeit wurde mir klar, dass ich nicht alle Menschen gleich unterrichten möchte.

Weil auch nicht alle Menschen gleich lernen.

Manche brauchen einen klaren wöchentlichen Rahmen. Andere arbeiten gerne selbstständig, bekommen Aufgaben, Videos und musikalische Beispiele und kommen in größeren Abständen für Feedback.

Manche möchten Schlagzeug lernen. Andere wollen Rhythmus besser verstehen, sicherer werden, improvisieren oder wieder Freude am Spielen finden.

Entscheidend ist für mich nicht, möglichst viel Stoff durchzubringen.

Entscheidend ist, dass etwas wirklich gehört, verstanden und körperlich verankert wird.

Blick vom Schlagzeug über die Bühne auf ein großes Konzertpublikum

Hören. Reagieren. Zusammenspielen.

05 / Werkzeug

Und die Noten?

Natürlich kann man Rhythmus aufschreiben.

Man kann Skizzen machen, Abläufe festhalten, Musik lesen und analysieren.

Das ist hilfreich – und ich übe das auch gerne mit Menschen.

Aber für mich bleibt es ein Werkzeug.

Eine Notation ist nicht die Musik selbst. Sie ist eine Spur davon.

Erst wenn jemand das Gelesene wieder mit eigenem Hören, eigener Vorstellung und eigenem Ausdruck füllt, beginnt es zu leben.

Noten sind manchmal ein wenig wie stille Post: Eine musikalische Vorstellung wird gehört, aufgeschrieben, gelesen und wieder in Klang verwandelt.

Entscheidend ist, ob hinter dem Gelesenen wieder ein eigenes inneres Hören entsteht.

„Mein schönstes Gedicht
ich schrieb es nicht.
Aus tiefsten Tiefen stieg es.
Ich schwieg es.“

Akustisch ausgebauter Studioraum mit Schlagzeug

06 / Heute

Ein Raum zum Hören.

Heute fließen diese Erfahrungen in meinem Unterricht, in WalkCycle, in Trommelgruppen und in meiner Arbeit im Studio zusammen.

Ein kleiner Raum, akustisch bewusst gebaut, für konzentriertes Hören, Spielen und Entwickeln.

Der nächste Schritt

Rhythmus lernt man nicht nur mit den Händen.

Man lernt ihn mit Ohren, Körper und Aufmerksamkeit.